Anger Studio
Kunstgalerie am Hochhaus
Das 1913-1917 erbaute Gebäude der Städtischen Gaswerke München birgt im unsanierten Kesselhaus eine außergewöhnliche Chance: Eine Kunstgalerie mit einzigartiger Atmosphäre. Raumhöhen von 2,20 m bis 4,60 m, gusseiserne Verkleidungen und historische Details schaffen eine beeindruckende Atmosphäre. Dieser Ort verspricht, Kunst und Baudenkmal im Herzen Münchens auf eindrucksvolle Weise zu verbinden.
Ort
Unterer Anger 3
80331 München
Zeitraum
2013 – 2014
Eigentümer
Stadtwerke München GmbH
Fläche
300 m²
Aufgabe
Konzeption, Entwurf und Genehmigungsplanung
Objektart
Ausstellungsflächen, Versammlungsstätte, Denkmalschutz

Das Gebäude „Unterer Anger 3“ wurde zwischen 1913 und 1917 nach Plänen des Architekten Robert Rehlen für die Städtischen Gaswerke München errichtet und bis zum Umzug der Stadtwerke München im Jahr 2001 als Büro- und Verwaltungsgebäude genutzt.

Der monumentale fünfgeschossige Baukörper mit seiner neoklassizistischen Fassade, die durch kräftige Gesimse stark gegliedert ist, wird durch die zweigeschossige Sockelfassade aus sandfarben eingefärbtem Sichtbeton mit fein strukturierter Oberfläche und einem mächtigen Säulenportikus bestimmt.

Die Immobilie wurde von 2009 bis 2012 aufwendig saniert, letzter unsanierter Bereich ist das ehemalige Kesselhaus des Gebäudes. Ursprünglich mit Kohle befeuert, diente es seit der Umstellung auf Fernwärme nur noch als Lagerraum.

Eine ungewöhnliche Raumkonfiguration mit Raumhöhen von 2,20 m bis 4,60 m sowie eine eingezogene Galerie in L-Form geben dem knapp 300 m² großen Raum einen unverwechselbaren Charakter. Die Idee, diesen besonderen Raum als Kunstgalerie und Projektraum zu nutzen, lag nahe. Zahlreiche Details erzählen die Geschichte dieses besonderen Ortes. Gusseiserne Verkleidungen der ehemaligen Öfen, Steuerklappen und Flaschenzüge. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.